Handelsrecht

Das Handelsrecht ist das Recht der Kaufleute. Dessen Besonderheit besteht darin, dass die allgemeinen Rechtssätze des Bürgerlichen Gesetzbuches durch Besonderheiten des kaufmännischen Verkehrs, die häufig auf Handelsbräuche zurückzuführen sind, ergänzt werden. Diese Modifikationen sind häufig unbekannt und können zu weitreichenden Konsequenzen führen. So sieht das Handelsrecht z.B. gesonderte Verpflichtungen des Käufers zur Untersuchung und Rüge von Waren vor. Kommt er diesen Verpflichtungen nicht nach, kann er bereits deshalb seine Gewährleistungsansprüche verlieren. Die gesetzlichen Regelungen zu den Hilfspersonen des Unternehmers, wie Prokurist, Handlungsbevollmächtigter und Handlungsgehilfe, einschließlich des gesetzlich geregelten Umfanges deren Vertretungsmacht finden sich ebenfalls im Handelsrecht. Schließlich gehören zum Bereich des Handelsrechts auch die „Rechtsgebiete“ des AGB-Rechts sowie das Recht der Handelsvertreter- bzw. das allgemeine Vertriebsrecht, die jedoch aufgrund ihres Umfanges eine separate Erläuterung verdienen.

Tätigkeiten

  • Beratung und Vertretung von Unternehmen bzw. Unternehmern in jeglichen handelsrechtlichen Angelegenheiten, z. B. im Bereich der Handelsgeschäfte, im Handelsvertreter- und Vertriebsrecht, im Gewährleistungs- und Produkthaftungsrecht
  • Gestaltung von Verträgen aller Art, wie Vertriebsvereinbarungen, Liefer- oder Lizenzverträgen
  • Gestaltung und Prüfung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen
  • laufende Betreuung von Unternehmen bzw. Unternehmern
  • Gestaltung von Gesellschaftsverträgen, Beratung und Vertretung bei gesellschaftsrechtlichen Auseinandersetzungen, z. B. anlässlich des Ausscheidens eines Gesellschafters, Begleitung von Gesellschafterversammlungen
  • umfassende Begleitung von Unternehmenskäufen oder -verkäufen

Fachbeiträge

Handelsrecht, Wirtschaftsrecht

Die Untersuchungs- und Rügeobliegenheiten des § 377 HGB

- Ellen Steinacker

Ist der Kauf für beide Teile ein Handelsgeschäft, sind also beide Vertragsparteien Kaufleute, obliegen dem Käufer die Untersuchungs- und...


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Ellen Steinacker

Rechtsanwältin

Wirtschaftsrecht, Handelsrecht

Wissenswertes zu Gerichtsstandsvereinbarungen

- Ellen Steinacker

Durch eine Gerichtsstandsvereinbarung kann die örtliche, sachliche und internationale Zuständigkeit für den Fall eines Rechtsstreits zwischen den...


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Ellen Steinacker

Rechtsanwältin

Wirtschaftsrecht, Handelsrecht

5 Stolpersteine bei der Verwendung von AGB

- Ellen Steinacker

Sehr geehrte Damen und Herren, 

im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die fünf häufigsten Fehler bei der Verwendung von Allgemeinen...


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Ellen Steinacker

Rechtsanwältin

Handelsrecht

Einziehung eines Gesellschafteranteils gegen Abfindung

, Dr. Karl Frick

Der Bundesgerichtshof hat im Jahre 2012 die Handlungsbefugnis der Gesellschaft nach erfolgtem Einziehungsbeschluss zu Lasten des weichenden Gesellschafters gestärkt (BGH Urt. vom 24.1.2012 –ZR 109/11, BB 2012, S. 664 ff).
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Dr. Karl Frick

Dr. Karl Frick

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Familienrecht
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht

Handelsrecht, Familienrecht

Geschäftschancen gehören der (Familien-)Gesellschaft

, Dr. Karl Frick

Im Gesellschaftsrecht der GmbH sowie der Aktiengesellschaft ist seit Langem anerkannt, dass der GmbH-Geschäftsführer oder der AG-Vorstand die Geschäftschancen der Gesellschaft für diese Gesellschaft nützen muss und sie nicht eigennützig für sich selbst verwerten darf. Die sog. „Geschäftschan-cenlehre“ wird sowohl gegenüber den Gesellschaftern selbst als auch...
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Dr. Karl Frick

Dr. Karl Frick

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Familienrecht
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht